AIDAAIDAcosmaKreuzfahrten

Mediterrane Schätze: Auf Entdeckungstour mit der AIDACosma

Nachdem die AIDAcosma am 09.04.2022 in Hamburg feierlich getauft wurde, war für uns ziemlich schnell klar: Dieses Schiff müssen wir uns irgendwann selbst anschauen. Schließlich ist die AIDAcosma nicht irgendein Kreuzfahrtschiff, sondern das größte Schiff der AIDA-Flotte – ein schwimmendes Hotel mit jeder Menge Restaurants, Unterhaltung, Sonnendecks, Pools und allem, was man sich für eine entspannte Woche auf dem Mittelmeer wünschen kann.

Unsere Wahl fiel auf eine Route, die für uns eine richtig schöne Mischung versprach: Start auf Mallorca, ein Seetag zum Ankommen, dann Italien mit La Spezia und Rom, weiter nach Korsika und am Ende noch Barcelona. Also Sonne, Meer, mediterranes Lebensgefühl, ein bisschen Kultur, gutes Essen, entspannte Stunden an Bord und natürlich auch ein paar kleine Abenteuer.

Gerade diese Mischung macht Kreuzfahrten für uns so besonders. Man packt einmal den Koffer aus, hat sein schwimmendes Zuhause dabei und wacht trotzdem fast jeden Morgen an einem neuen Ort auf. Mal schaut man vom Balkon auf einen Hafen, mal auf offene See, mal auf Berge, mal auf eine Stadt, die man bisher nur aus Reiseführern, Filmen oder Bildern kannte. Genau darauf hatten wir richtig Lust.

Die Anreise: Mallorca, wir kommen!

Am 08.10.2022 war es endlich soweit. Der Wecker klingelte viel zu früh, die Nacht war viel zu kurz und trotzdem war diese typische Vorfreude sofort da. Dieses Gefühl, wenn man morgens noch halb müde am Flughafen steht, aber innerlich schon längst im Urlaubsmodus ist.

Nach einem frühen Flug erreichten wir den Flughafen von Palma de Mallorca. Mallorca ist ja für viele „nur“ die klassische Urlaubsinsel, aber gerade bei einer Kreuzfahrt ist Palma ein richtig angenehmer Startpunkt. Der Flughafen ist groß, die Wege sind gut organisiert und der Hafen liegt nicht ewig weit entfernt. Man merkt direkt: Hier starten viele Kreuzfahrten, das läuft alles ziemlich routiniert.

Vom Flughafen ging es mit dem Bus direkt zur AIDAcosma. Und auch wenn man vorher Bilder vom Schiff gesehen hat, ist dieser erste Moment immer wieder beeindruckend. Wenn man dann wirklich vor so einem riesigen Schiff steht, merkt man erst einmal, wie groß diese schwimmenden Städte eigentlich sind. Die AIDAcosma wirkt von außen modern, mächtig und gleichzeitig irgendwie einladend. Man sieht die typischen AIDA-Augen am Bug, die vielen Balkone, die Decks, die sich übereinander stapeln – und sofort steigt die Vorfreude noch einmal.

An Bord angekommen, mussten wir natürlich erst einmal durchatmen. Früher Flug, wenig Schlaf, Anreise, Check-in – das schlaucht schon ein bisschen. Also haben wir uns zuerst ein leckeres Frühstück gegönnt. Das ist für mich immer einer der schönsten Momente auf einer Kreuzfahrt: Man sitzt das erste Mal an Bord, hat einen Teller vor sich, irgendwo hört man Geschirr klappern, Menschen laufen mit Koffern durch die Gegend, alle sind ein bisschen aufgeregt – und man selbst denkt sich: Jetzt geht der Urlaub wirklich los.

Danach ging es auf die Kabine. Koffer auspacken, kurz orientieren, alles verstauen und dann erst einmal ein kleines Nickerchen. Das war auch nötig. Denn so schön der erste Tag ist, er ist oft auch der anstrengendste. Man will direkt alles sehen, aber der Körper sagt einem ganz klar: Junge, leg dich mal kurz hin.

Im Hafen von Palma de Mallorca

Nach dem kurzen Powernap waren wir wieder halbwegs fit und konnten die AIDAcosma in Ruhe erkunden. Das Schöne an so einem ersten Tag ist, dass man noch gar keinen festen Plan haben muss. Man läuft einfach los. Ein Deck hoch, ein Deck runter, hier mal reinschauen, dort mal stehen bleiben, kurz überlegen, wo man eigentlich gerade ist – und am Ende landet man irgendwo mit Aussicht aufs Meer oder den Hafen.

Der Hafen von Palma hat dabei schon seinen eigenen Reiz. Natürlich ist es ein großer Hafen mit viel Betrieb, aber genau das macht ihn spannend. Überall passiert etwas: Busse bringen neue Gäste, Koffer werden verladen, Crewmitglieder sind unterwegs, andere Schiffe liegen im Hafen, Möwen kreisen über dem Wasser und im Hintergrund sieht man die Stadt mit ihren Palmen, alten Mauern und natürlich der beeindruckenden Kathedrale La Seu.

Palma ist eine Stadt, die man eigentlich auch wunderbar vor oder nach der Kreuzfahrt noch ein paar Tage erkunden könnte. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, kleinen Cafés, Innenhöfen und Geschäften hat richtig viel Charme. Dazu die Promenade am Hafen, der Blick aufs Wasser und diese entspannte mallorquinische Atmosphäre – das ist schon ein ziemlich perfekter Ort, um eine Mittelmeerreise zu beginnen.

Wir blieben an diesem Tag aber erst einmal an Bord und genossen die Atmosphäre auf dem Schiff. Natürlich durfte auch der erste süße Snack nicht fehlen: ein Eis von der bordeigenen Eisbar. Dazu ein kühles Getränk, ein Platz mit Blick aufs Wasser und dieses Gefühl, dass der Alltag gerade ziemlich weit weg ist. Genau so darf ein Urlaub starten.

Die AIDAcosma selbst ist wirklich ein schwimmendes Hotel. 18 Decks, verschiedene Restaurants, Bars, Cafés, Lounges, ein Casino, ein Theatrium, Shops, Sportbereiche, Pooldecks, ein bordeigenes TV-Studio und gefühlt hinter jeder Ecke wieder etwas Neues. Am Anfang ist das fast ein bisschen viel, aber genau das macht den Reiz aus. Man entdeckt jeden Tag neue Ecken.

Besonders schön finde ich auf solchen Schiffen immer die Mischung: Man kann mitten im Trubel sein, wenn man Lust auf Unterhaltung, Shows oder Musik hat. Man kann sich aber auch irgendwo ein ruhiges Plätzchen suchen, aufs Meer schauen und einfach gar nichts machen. Diese Freiheit macht für mich einen großen Teil der Kreuzfahrt aus.

Am Abend ging es für uns ins „OCEANS“ Restaurant. Das passte natürlich perfekt zum Start einer Mittelmeerreise. Gutes Essen, entspannte Stimmung und das erste gemeinsame Anstoßen auf die Reise. Danach zurück auf die Kabine, noch einmal raus auf den Balkon und den Sonnenuntergang genießen.

Und dann kam dieser Moment, auf den man sich bei jeder Kreuzfahrt freut: „Leinen los!“ Das Schiff löst sich langsam vom Hafen, die Stadt wird kleiner, die Lichter spiegeln sich im Wasser und man merkt: Jetzt sind wir wirklich unterwegs. Kurs: Florenz beziehungsweise La Spezia.

Ein Seetag voller Überraschungen

Der erste komplette Tag auf See war perfekt, um richtig anzukommen. Seetage werden manchmal unterschätzt, aber für mich gehören sie zu den schönsten Tagen einer Kreuzfahrt. Kein Wecker für einen Ausflug, kein Zeitdruck, kein „Wir müssen gleich los“. Stattdessen wacht man auf, zieht den Vorhang zur Seite und sieht einfach nur Wasser. Endloses Blau. Himmel, Meer, Sonne – mehr braucht es manchmal gar nicht.

Nach einem ausgedehnten Frühstück spazierten wir erst einmal durch das Schiff. Gerade an einem Seetag merkt man, wie viel Leben an Bord ist. Manche liegen schon früh auf dem Sonnendeck, andere drehen ihre Runden auf dem Sportdeck, wieder andere sitzen mit Kaffee in der Hand irgendwo am Fenster und schauen aufs Meer. Es ist diese besondere Mischung aus Aktivität und Entspannung.

Auf dem Sportdeck waren schon die ersten Frühaufsteher unterwegs. Für alle, die auch im Urlaub nicht komplett auf Bewegung verzichten wollen, ist das natürlich ideal. Man kann laufen, trainieren oder einfach nur ein bisschen frische Luft schnappen. Wir haben es eher gemütlich angehen lassen – schließlich war Urlaub angesagt.

Mittags landeten wir dann beim Musik-Quiz in der Rock-Bar. Solche Programmpunkte sind immer ein bisschen gefährlich, weil man vorher denkt: „Ach komm, schauen wir mal kurz rein.“ Und am Ende sitzt man da, rätselt mit, lacht, fiebert mit und ärgert sich über Songs, die man eigentlich kennen müsste, aber in dem Moment einfach nicht erkennt. Gewonnen haben wir zwar nichts, aber Spaß hatten wir definitiv.

Danach ging es direkt weiter mit BINGO. Auch das ist auf AIDA irgendwie ein Klassiker. Man sitzt da mit seinen Karten, hofft auf die richtigen Zahlen und denkt sich bei jeder gezogenen Nummer: „Jetzt aber!“ Am Ende hat es auch hier nicht für den großen Gewinn gereicht, aber genau das ist eigentlich egal. Es geht um die Stimmung, das gemeinsame Lachen und dieses herrlich leichte Urlaubsgefühl.

Ein echtes Highlight kam dann völlig unerwartet. Draußen entdeckten wir am Horizont eine Wasserhose – also eine Art Tornado über dem Meer. Das war schon ein Gänsehautmoment. Einerseits faszinierend, andererseits auch ein bisschen unheimlich. Zum Glück war das Naturschauspiel weit genug entfernt, sodass wir es aus sicherer Distanz beobachten konnten. Solche Momente plant man nicht, die passieren einfach – und genau deshalb bleiben sie hängen.

Am Abend wurde es dann noch einmal richtig unterhaltsam. Die große BINGO-Show im Theatrium war mit Lasershow, Musik und Tanz deutlich mehr als nur ein simples Spiel. Das Theatrium ist sowieso einer der zentralen Orte an Bord. Hier trifft sich das Schiff, hier gibt es Shows, Moderation, Musik, kleine und große Momente.

Zum Abendessen ging es ins „BEACH HOUSE“. Schon der Name klingt nach Urlaub, und genau so fühlte es sich auch an. Danach gab es noch eine Runde PACMAN – ein bisschen Nostalgie muss sein – und einen Absacker an Deck. Der perfekte Abschluss für einen Seetag, der alles hatte: Sonne, Meer, Quiz, Bingo, Naturwunder und jede Menge gute Laune.

Bella Italia: La Spezia & Umgebung

Am nächsten Morgen begrüßte uns La Spezia. Der erste Blick vom Schiff war ehrlich gesagt nicht der romantischste Moment der Reise. La Spezia ist ein Industrie- und Marinehafen, und das sieht man auch. Kräne, Hafenanlagen, Schiffe, Container – das ist nicht unbedingt die Postkartenidylle, die man vielleicht mit Italien verbindet.

Aber genau hier lohnt sich der zweite Blick. Denn La Spezia selbst hat durchaus seinen eigenen Charme. Die Stadt liegt in Ligurien, eingerahmt von Hügeln und Meer, und ist ein idealer Ausgangspunkt für einige der schönsten Orte der italienischen Küste. Viele nutzen La Spezia als Tor zur Cinque Terre, nach Pisa, Lucca oder sogar Florenz. Je nachdem, wie viel Zeit man hat und wie weit man fahren möchte, bieten sich hier richtig viele Möglichkeiten.

Wir entschieden uns für einen entspannten Eindruck vor Ort. Ein Spaziergang am Yachthafen und entlang der Promenade reicht oft schon, um ein Gefühl für eine Stadt zu bekommen. Man sieht Boote im Wasser, hört das Klappern der Masten, riecht ein bisschen Meer, ein bisschen Hafen, ein bisschen Italien. Dazu Palmen, kleine Cafés, Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen – La Spezia ist keine reine Kulisse für Touristen, sondern eine echte Hafenstadt.

Gerade das fand ich interessant. Nicht jeder Kreuzfahrtstopp muss perfekt herausgeputzt sein. Manchmal sind es auch die raueren Orte, die ehrlicher wirken. La Spezia ist so ein Ort. Auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär, auf den zweiten Blick aber ein guter Ausgangspunkt, um Ligurien zu entdecken.

Ein absoluter Tipp ab La Spezia ist natürlich die Cinque Terre. Die fünf Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore gehören zu den bekanntesten Küstenorten Italiens. Bunte Häuser kleben an steilen Hängen, kleine Fischerboote liegen in winzigen Häfen, enge Gassen führen bergauf und bergab, und überall eröffnen sich spektakuläre Ausblicke aufs Meer. Wer zum ersten Mal dort ist, versteht sofort, warum diese Gegend so beliebt ist.

Allerdings sollte man auch ehrlich sein: Die Cinque Terre sind kein Geheimtipp mehr. Gerade an Tagen, an denen Kreuzfahrtschiffe in der Nähe liegen, kann es voll werden. Trotzdem lohnt sich ein Ausflug, wenn man sich darauf einstellt. Am besten nimmt man sich nicht zu viel vor, sondern sucht sich zwei oder drei Dörfer aus und genießt diese in Ruhe, statt überall nur kurz durchzuhetzen.

Auch das Castello San Giorgio in La Spezia ist einen Besuch wert. Von dort oben hat man einen schönen Blick über die Stadt, den Hafen und das Meer. Solche Aussichtspunkte mag ich besonders, weil man einen Ort von oben oft besser versteht. Man sieht die Lage, die Küste, die Straßen, die Hügel – und plötzlich ergibt alles mehr Sinn.

Am Abend hieß es dann wieder: zurück an Bord. Das ist einer dieser schönen Kreuzfahrtmomente. Man war tagsüber unterwegs, hat neue Eindrücke gesammelt und kommt dann zurück auf sein Schiff, das mittlerweile schon ein bisschen wie Zuhause wirkt. Noch etwas essen, vielleicht ein Getränk an Deck, dann langsam auslaufen und den Sonnenuntergang im Rücken haben. Bella Italia hat uns freundlich verabschiedet.

Auf den Spuren der Römer: Civitavecchia & Rom

Der nächste Hafen war Civitavecchia. Für viele klingt dieser Name erst einmal nicht besonders spektakulär, aber für Kreuzfahrten ist Civitavecchia einer der wichtigsten Häfen Italiens. Der Grund ist klar: Von hier aus geht es nach Rom.

Civitavecchia selbst ist eine Hafenstadt mit langer Geschichte. Schon in der Antike spielte der Ort eine Rolle, und bis heute ist der Hafen ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Für viele Kreuzfahrtgäste ist die Stadt aber vor allem das Tor zur Ewigen Stadt. Und genau deshalb war auch für uns klar: Wenn wir hier sind, dann geht es nach Rom.

Nach einer Busfahrt erreichten wir die italienische Hauptstadt. Schon die Fahrt dorthin hat ihren eigenen Charakter. Man verlässt den Hafen, fährt durch italienische Landschaften, sieht Straßen, Vororte, kleine Alltagsmomente – und irgendwann ist man in einer Stadt, die man eigentlich kaum in einen Tag pressen kann.

Rom ist überwältigend. Nicht nur wegen der bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern wegen dieser unglaublichen Dichte an Geschichte. Man läuft durch Straßen, in denen moderne Geschäfte neben jahrhundertealten Gebäuden stehen. An jeder Ecke taucht etwas auf: eine Kirche, eine Säule, ein Brunnen, eine Ruine, ein Platz, ein Denkmal. Rom fühlt sich nicht an wie ein Museum, sondern wie eine Stadt, in der Geschichte und Alltag komplett ineinander übergehen.

Unser Ziel war unter anderem der Trevi-Brunnen. Und ja, der war voll. Sehr voll. Das muss man auch klar sagen. Wer hier ruhige Romantik erwartet, wird vermutlich kurz schlucken. Menschenmassen, Handys, Selfies, Reisegruppen – am Trevi-Brunnen ist richtig was los. Trotzdem bleibt dieser Ort beeindruckend.

Der Trevi-Brunnen ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Roms und ein Meisterwerk des Barock. Die Figuren, die Größe, das Wasser, die ganze Szenerie zwischen den Gebäuden – das hat schon eine besondere Wirkung. Besonders spannend finde ich, dass man ihn nicht auf einem riesigen offenen Platz erwartet, sondern plötzlich fast direkt davorsteht. Man läuft durch Gassen, biegt ab und auf einmal ist da dieses gewaltige Kunstwerk.

Natürlich gehört auch die berühmte Münze dazu. Der Legende nach soll man eine Münze über die Schulter in den Brunnen werfen, damit man eines Tages nach Rom zurückkehrt. Ob man daran glaubt oder nicht – es ist ein schönes Ritual. Und irgendwie passt es zu Rom. Diese Stadt ist so groß, so voll, so intensiv, dass man nach einem Tag eigentlich automatisch denkt: Hier müsste man noch einmal in Ruhe hin.

Rom ist allerdings auch anstrengend. Gerade bei einem Kreuzfahrtausflug hat man begrenzte Zeit, viele Eindrücke und oft auch viele Menschen um sich herum. Man möchte möglichst viel sehen, aber irgendwann ist der Kopf einfach voll. Trotzdem lohnt sich Rom immer. Selbst wenn man nur einen kleinen Ausschnitt erlebt, nimmt man etwas mit.

Für mich war es vor allem dieses italienische Lebensgefühl: der Trubel auf den Plätzen, der Duft von Kaffee, kleine Restaurants, alte Fassaden, Roller auf den Straßen, Stimmengewirr und dazwischen immer wieder diese Bauwerke, die man sonst nur aus Bildern kennt. Rom ist laut, voll und manchmal chaotisch – aber eben auch unglaublich faszinierend.

Am Abend freuten wir uns dann aber auch auf die Rückkehr an Bord. Nach so einem intensiven Tag ist es schön, wieder auf dem Schiff anzukommen. Die Beine sind müde, der Kopf ist voller Eindrücke und man merkt: Genau diese Mischung aus Abenteuer an Land und Entspannung an Bord macht eine Kreuzfahrt so besonders.

Korsika: Wilde Küste & Segelabenteuer

Korsika war für mich das Highlight der Reise. Schon beim Ankommen merkt man, dass diese Insel anders ist. Korsika wirkt wilder, rauer und ursprünglicher als viele andere Mittelmeerziele. Die Küste ist zerklüftet, die Berge steigen teilweise direkt hinter dem Meer auf, und die Landschaft hat etwas Kraftvolles. Nicht ohne Grund wird Korsika oft als „Gebirge im Meer“ beschrieben.

Unser Plan für den Tag war ein Segeltörn auf einem Katamaran entlang der Küste. Und auch wenn das Wetter nicht perfekt war und es zwischendurch regnete, wurde genau dieser Ausflug zu einem der schönsten Erlebnisse der Reise. Vielleicht gerade deshalb. Nicht alles war glattgebügelt, nicht alles war Postkartenwetter – aber es fühlte sich echt an.

Mit dem Katamaran unterwegs zu sein, ist sowieso ein besonderes Gefühl. Man ist näher am Wasser, spürt die Bewegung des Meeres direkter und erlebt die Küste aus einer anderen Perspektive. Vom Schiff aus sieht man die Insel ja schon beeindruckend, aber auf einem kleineren Boot wirkt alles noch intensiver. Die Felsen, das Wasser, die Buchten, die Farben – das kommt ganz anders rüber.

Wir fuhren zu einer Bucht, deren Felsen wie eine Schildkröte geformt sind. Solche kleinen Besonderheiten machen Ausflüge unvergesslich. Man schaut auf die Felsformation, versucht die Schildkröte zu erkennen, diskutiert kurz, aus welchem Winkel sie am besten zu sehen ist – und plötzlich hat dieser Ort eine Geschichte.

Dazu gab es korsischen Wein und würzigen Schinken. Genau solche Momente liebe ich auf Reisen: Man sitzt irgendwo, wo man sonst vermutlich nie gelandet wäre, probiert etwas Regionales und denkt sich einfach nur: Ja, genau dafür macht man das. Korsika hat kulinarisch ohnehin einiges zu bieten. Die Insel ist bekannt für kräftige Aromen, Käse, Wurst, Wein, Kräuter und eine Küche, die stark von Landschaft und Tradition geprägt ist.

Ein besonderes Highlight war, dass wir selbst die Segel setzen durften. Das ist natürlich etwas anderes, als einfach nur passiv auf einem Ausflugsboot zu sitzen. Man macht mit, bekommt ein Gefühl dafür, wie das Boot arbeitet, wie Wind und Segel zusammenspielen und warum Segeln so viele Menschen fasziniert. Sogar einen kleinen Kurswechsel durften wir ausprobieren. Für uns war das ein echtes Erlebnis.

Und dann kam auf dem Rückweg noch der Moment, den man nicht planen kann: Delfine. Eine Delfinsichtung ist immer etwas Besonderes. Man schaut aufs Wasser, plötzlich bewegt sich etwas, dann sieht man die Tiere auftauchen – und für ein paar Sekunden sind alle einfach still oder völlig begeistert. Das war wirklich ein traumhafter Moment und für mich einer dieser Augenblicke, die sofort im Kopf bleiben.

Korsika hat mich insgesamt richtig abgeholt. Vielleicht, weil es nicht so glatt und perfekt wirkte. Vielleicht, weil die Natur dort so präsent ist. Vielleicht auch, weil dieser Ausflug genau die richtige Mischung aus Meer, Abenteuer, Regionalität und Überraschung hatte. Für mich war das ganz klar einer der stärksten Tage der Reise.

Zurück an Bord hieß es erst einmal entspannen. Nach Wind, Wasser, Regen, Wein, Schinken, Segeln und Delfinen war der Tag eigentlich schon perfekt. Am Abend ging es dann noch zur Silent Party. Wer das noch nie erlebt hat: Alle tragen Kopfhörer, hören Musik auf verschiedenen Kanälen und tanzen dazu – für Außenstehende sieht das erstmal herrlich absurd aus, weil man Menschen tanzen sieht, aber kaum Musik hört. Wenn man selbst mitmacht, ist es aber richtig witzig. Jeder hört vielleicht einen anderen Song, alle feiern trotzdem zusammen, und das ganze Deck ist in Bewegung. das ganze Deck in Bewegung bringt.

Letzter Seetag: Entspannen & Genießen

Nach den intensiven Tagen an Land kam der letzte Seetag genau richtig. So ein Seetag am Ende einer Reise hat immer eine besondere Stimmung. Einerseits ist man noch mitten im Urlaub, andererseits merkt man schon: So langsam geht es Richtung Ende. Man versucht, die letzten Stunden bewusst zu genießen.

Wir ließen es ruhig angehen. Kein Stress, kein großes Programm, kein hektisches „Wir müssen noch alles machen“. Ich machte es mir im Strandkorb auf dem Sonnendeck gemütlich, während Justin noch einmal den Pool unsicher machte. Genau das ist für mich Urlaub: Jeder kann das machen, worauf er gerade Lust hat, und trotzdem verbringt man die Zeit gemeinsam.

Auf dem Sonnendeck ließ sich die Reise wunderbar Revue passieren. Mallorca, der erste Seetag, La Spezia, Rom, Korsika – da war schon einiges zusammengekommen. Das Schöne an einem letzten Seetag ist, dass man die Eindrücke sortieren kann. Man schaut aufs Meer, lässt die Gedanken laufen und merkt erst dann so richtig, wie viel man in wenigen Tagen erlebt hat.

Auch kulinarisch ist so ein letzter Tag natürlich noch einmal eine gute Gelegenheit, das Schiff zu genießen. Vielleicht noch einmal ins Lieblingsrestaurant, noch einmal einen Kaffee an der Bar, noch einmal ein Eis, noch einmal an Deck sitzen. Man entwickelt während einer Kreuzfahrt schnell kleine Rituale. Ein bestimmter Weg zur Kabine, ein Lieblingsplatz, eine Bar, an der man gerne sitzt, ein Restaurant, in dem es besonders gut geschmeckt hat.

Am Abend gab es dann noch ein echtes AIDA-Highlight: „We Are The World“. Eine emotionale Show mit viel Herzblut. Solche Shows können zum Ende einer Reise richtig wirken, weil sie noch einmal dieses Gemeinschaftsgefühl an Bord hervorheben. Crew und Gäste, Musik, Licht, Emotionen – da merkt man, dass eine Kreuzfahrt eben nicht nur aus Häfen und Ausflügen besteht, sondern auch aus den Momenten an Bord.

Dieser letzte Seetag war für uns deshalb genau richtig. Nicht spektakulär im klassischen Sinn, aber rund. Entspannt, warm, ruhig und mit genug Zeit, um den Urlaub noch einmal bewusst zu genießen.

Barcelona: Kunst, Kultur & Shopping

Barcelona war unser letzter großer Stopp. Und was soll man sagen: Barcelona ist einfach eine Stadt, die sofort auffällt. Kreativ, lebendig, bunt, architektonisch besonders und gleichzeitig unglaublich beliebt. Für eine Kreuzfahrt ist Barcelona ein dankbarer Hafen, weil die Stadt so viel zu bieten hat – selbst wenn man nur wenige Stunden Zeit hat.

Mit dem Bus ging es durch die Stadt. Schon vom Fenster aus bekommt man einen guten Eindruck: breite Straßen, lebendige Plätze, Palmen, moderne Gebäude, alte Fassaden und überall dieses besondere Barcelona-Gefühl. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie. Nicht ganz so chaotisch wie Rom, aber auch nicht glatt oder langweilig. Barcelona wirkt jung, kreativ und selbstbewusst.

Natürlich darf bei Barcelona Antoni Gaudí nicht fehlen. Die Sagrada Família ist das bekannteste Bauwerk der Stadt und beeindruckt schon von außen gewaltig. Dieses Zusammenspiel aus Türmen, Formen, Symbolen und Details ist einfach einzigartig. Man kann davorstehen und entdeckt trotzdem ständig etwas Neues. Selbst wenn man kein Architekturfan ist, merkt man: Das ist kein normales Gebäude.

Die Sagrada Família ist ein Bauwerk, das man kaum mit einem schnellen Blick erfassen kann. Es ist verspielt, monumental, religiös, organisch und irgendwie fast surreal. Gaudís Stil zieht sich ja durch viele Ecken der Stadt, aber bei der Sagrada Família erreicht das Ganze noch einmal eine andere Dimension. Für mich ist das einer dieser Orte, bei denen man versteht, warum Menschen aus aller Welt dorthin kommen.

Unsere Tour führte uns weiter durch verwinkelte Gassen, vorbei an Streetart und kunstvoll bemalten Garagentoren. Gerade solche Ecken finde ich spannend, weil sie zeigen, dass Barcelona nicht nur aus den großen Sehenswürdigkeiten besteht. Die Stadt lebt auch in den kleinen Details: bemalte Wände, enge Straßen, Balkone, kleine Läden, Cafés, Musik, Menschen, die durch die Stadt ziehen.

Für Justin war der FC Barcelona Shop natürlich ein Muss. Und klar, wenn man schon in Barcelona ist und Fußball eine Rolle spielt, gehört das irgendwie dazu. Der FC Barcelona ist weit mehr als nur ein Fußballverein. Er ist Teil der Stadtidentität, und selbst wenn man nicht jedes Spiel verfolgt, spürt man die Bedeutung des Vereins an vielen Ecken.

Danach blieb noch etwas Zeit für einen Stadtbummel. Solche freien Momente sind auf geführten Ausflügen Gold wert. Einfach ein bisschen treiben lassen, schauen, was um die nächste Ecke kommt, vielleicht ein Souvenir entdecken oder noch etwas trinken. Gerade in Barcelona könnte man locker mehrere Tage verbringen. Ein Kreuzfahrtstopp kann da natürlich nur ein erster Eindruck sein.

Trotzdem war Barcelona ein schöner Abschluss der Reise. Nach Mallorca, Italien und Korsika setzte diese Stadt noch einmal einen ganz anderen Akzent. Mehr Großstadt, mehr Kunst, mehr Bewegung. Und genau das passte gut zum Ende dieser abwechslungsreichen Route.

Heimreise & Fazit

Am Abreisetag klingelte der Wecker schon um 5 Uhr. Das ist natürlich nicht gerade die romantischste Art, einen Urlaub zu beenden. Aber so ist es eben manchmal bei Flugreisen. Koffer fertig machen, letzte Dinge zusammensuchen, noch einmal durch die Kabine schauen, ob nichts liegen geblieben ist – und dann heißt es Abschied nehmen.

Die Rückreise von Mallorca nach Hause verlief müde, aber zufrieden. Und genau das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Müde, weil man viel erlebt hat. Zufrieden, weil die Reise schön war. Im Kopf waren noch die Bilder der letzten Tage: der Hafen von Palma, das Auslaufen bei Sonnenuntergang, das Blau des Mittelmeers, La Spezia, die Menschenmassen am Trevi-Brunnen, die wilde Küste Korsikas, die Delfine, der letzte Seetag und Barcelona.

Die Reise mit der AIDAcosma war für uns eine tolle Mischung aus Entspannung, Erlebnis und mediterranem Lebensgefühl. Das Schiff selbst bietet unglaublich viele Möglichkeiten, ohne dass man alles machen muss. Genau das ist wichtig. Man kann Shows besuchen, Quiz spielen, Bingo ausprobieren, gut essen, an Deck sitzen, baden, spazieren, feiern oder einfach nur aufs Meer schauen.

Die Route hat uns ebenfalls gut gefallen. Mallorca ist ein angenehmer Startpunkt, La Spezia bietet tolle Ausflugsmöglichkeiten, Rom ist immer beeindruckend, Korsika war für mich persönlich das Highlight und Barcelona ist ein starker Abschluss. Besonders schön war, dass jeder Stopp einen anderen Charakter hatte. Kein Tag fühlte sich an wie der vorherige.

Mein persönliches Fazit: Die AIDAcosma ist groß, lebendig und vielseitig. Wer kleinere, ruhigere Schiffe bevorzugt, muss sich vielleicht erst an die Größe gewöhnen. Wer aber Abwechslung, Unterhaltung und viele Möglichkeiten an Bord mag, bekommt hier richtig viel geboten.

Für uns bleibt diese Reise als eine Woche voller neuer Eindrücke, leckerem Essen, netten Begegnungen und unvergesslichen Momenten in Erinnerung. Besonders Korsika mit dem Katamaran-Ausflug, dem Segelsetzen und der Delfinsichtung wird mir lange im Kopf bleiben.

Und genau dafür reist man doch: um rauszukommen, Neues zu sehen, gemeinsam etwas zu erleben und am Ende mit Geschichten nach Hause zu kommen, die man gerne erzählt.

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